Google experimentiert mit der Funktion zum Ausblenden von URLs für Chrome, damit Nutzer Phishing-Angriffe vermeiden können

Google hat schon immer mit Chrome-Browserfunktionen experimentiert, um die Sicherheit zu verbessern. Eines davon ist eher das ungewöhnliche Merkmal, URL-Adressen auszublenden, um Phishing und Cyber-Angriffe zu verhindern.

Im Laufe der Jahre hat Google diese Funktion ein- und ausgeschaltet.

Trotz der Gegenreaktion vieler Benutzer setzt das Technologieunternehmen diese Funktion immer noch durch. In einer experimentellen Funktion plant Google, alle Teile der Webadressen außer dem Domainnamen auszublenden.

Google versteckt die URL in einer experimentellen Funktion

Dieses Experiment wurde erstmals in der kanarischen Software-Niederlassung von Chrome entdeckt, die das Erscheinungsbild und Verhalten von Webadressen in der Adressleiste ändert. Das Hauptflag heißt “Omnibox UI Hide Steady-State URL Path, Query und Ref” und verbirgt im Grunde alles, was nach dem Domainnamen der Website in der Adressleiste steht.

Experimentiert die Einstellungen für den Chrome Canary-SoftwarezweigExperimentiert die Einstellungen für den Chrome Canary-Softwarezweig

Wir haben die Funktion in einem Mac Chrome-Browser selbst ausprobiert. Sobald Sie diese Funktion ausprobieren, werden zwei zusätzliche Flags angezeigt, die das Verhalten ändern.

Zuerst – Der Browser zeigt die vollständige Adresse an, sobald Sie den Mauszeiger über die Adressleiste bewegen, anstatt darauf klicken zu müssen.

Vollständige URL-Adressanzeige, sobald sich der Benutzer in der Adressleiste befindetVollständige URL-Adressanzeige, sobald sich der Benutzer in der Adressleiste befindet

Zweite – Der Browser verbirgt die URL-Adresse der Domain, sobald Sie mit der Seite interagieren.

Der Browser verbirgt die URL-Adresse und zeigt nur den Domainnamen anDer Browser verbirgt die URL-Adresse und zeigt nur den Domainnamen an

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Warum verbirgt sich die URL-Adresse?

Anscheinend sind laut Google lange URL-Adressen beängstigend. Das Technologieunternehmen hofft, dass diese Funktion die Sicherheit für weniger technisch versierte Benutzer erhöht. Wie – indem Sie die Aufmerksamkeit eines Benutzers auf den Domainnamen anstatt auf die URL als Ganzes lenken. Diese Funktion soll einigen Benutzern helfen, verdächtige oder illegitime Websites zu vermeiden.

Um das klar zu stellen, erzwingt Google die Funktion seinen Nutzern noch nicht. Selbst diejenigen, die es auf kanarischen Chrome-Builds ausprobieren möchten, müssen die neue Funktion zum Ausblenden von URLs manuell über die Schnittstelle chrome: // flags aktivieren.

Online-Branchen, die 2019 am stärksten von Phishing-Angriffen betroffen sindOnline-Branchen, die 2019 am stärksten von Phishing-Angriffen betroffen sind

Wie Sie in der obigen Grafik sehen können, ist SaaS / Webmail eine der gezieltesten Online-Branchen für Phishing-Angriffe. An zweiter Stelle steht “Zahlung”, da die überwiegende Mehrheit der Phishing-Angriffe Phishing mit Anmeldeinformationen umfasst.

Cyber-Angriffe sind im Internet weit verbreitet. Laut Forschern werden Hacking, Verstöße und andere Arten von Cyberangriffen im Jahr 2020 enorm zunehmen.

Google hat seine Chrome-Funktionen ständig aktualisiert, um zu verhindern, dass seinen Nutzern solche Dinge passieren. Ab März dieses Jahres hat das Unternehmen die Möglichkeiten zur einfachen Verwendung der Zwei-Faktor-Authentifizierung in seinen Browsern aktualisiert, um Phishing zu vermeiden.

Gründe, warum Google URL-Adressen versteckt

Zwei der möglichen Gründe, warum Google diese Funktion durchsetzen möchte, sind folgende:

Sicherheit

Laut Google kann es durch das Anzeigen vollständiger URLs in der Adressleiste schwieriger werden, festzustellen, ob eine Website legitim ist oder nicht. Daher ist es wahrscheinlicher, dass Benutzer ausgenutzt werden.

Der Grund dafür ist, dass das Anzeigen der vollständigen URL-Adresse Benutzer von der wichtigsten Sache, dem Domain-Namen, ablenken kann. Dies ist die wichtigste Sache, um festzustellen, ob eine Webseite legitim ist oder nicht.

Konsistenz

Wohlgemerkt, es ist nicht ungewöhnlich, dass aktuelle Versionen der heutigen Webbrowser vollständige URL-Adressen verbergen. Google arbeitet möglicherweise an diesem Update, um seinen Browser besser an das Erscheinungsbild anderer anzupassen.

Nehmen wir zum Beispiel Safari – es verbirgt die vollständigen URL-Pfade, geht jedoch nicht so weit, die vollständige Adressleiste auszublenden, wenn der Benutzer beginnt, mit der Seite zu interagieren.

Der Safari-Browser verbirgt die URL-Pfade von WebseitenDer Safari-Browser verbirgt die URL-Pfade von Webseiten

Die vollständige URL-Adresse ist auch in Safari nicht vollständig verfügbar. Benutzer müssen auf die Adressleiste klicken, um sie vollständig anzuzeigen. In Chrome 85 müssen Benutzer nur über die Adressleiste fahren.

Der Technologieriese hat das Feature-Update für Chrome 85 nicht öffentlich anerkannt. Wenn Nutzer diese Idee jetzt aufgreifen und ihre Relevanz erkennen, könnte Google dies möglicherweise offiziell einführen.