Messaging-App Viber unterbricht alle Verbindungen zu Facebook, um den Boykott der Werbetreibenden zu verstärken

Viber, eine Messaging-App, hat alle Geschäftsbeziehungen zu Facebook abgebrochen. Mit über 1 Milliarde Nutzern gab das Unternehmen die Ankündigung am Donnerstag bekannt.

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Laut Viber kommt die Entscheidung im Anschluss an “Facebooks Datenverletzungen und das Versäumnis, gewalttätige Rhetorik zu bekämpfen”.

Jetzt schließt sich Viber einer Gruppe von Unternehmen an, die die Social-Media-App – Facebook – boykottieren, weil das Unternehmen Benutzerinhalte nicht ordnungsgemäß moderiert.

Viber trennt sich von Facebook

Viber trennt sich von FacebookViber trennt sich von Facebook

In der Ankündigung wird Viber alle Werbeausgaben auf der Social-Networking-Plattform sofort einstellen. Außerdem ist geplant, Facebook Connect, Facebook SDK und Giphy bis Anfang Juli aus der App zu entfernen.

Viber-CEO Djamel Agaoua sagte zum Boykott:

Facebook zeigt weiterhin ein schlechtes Urteilsvermögen, wenn es darum geht, seine Rolle in der heutigen Welt zu verstehen. Von der missbräuchlichen Behandlung von Daten durch das Unternehmen und dem Mangel an Datenschutz in seinen Apps bis hin zu seiner unerhörten Haltung, die notwendigen Schritte zu vermeiden, um die Öffentlichkeit vor gewalttätiger und gefährlicher Rhetorik zu schützen, ist Facebook zu weit gegangen. Wir sind nicht die Schiedsrichter der Wahrheit, aber die Wahrheit ist, dass einige Menschen unter der Verbreitung gewalttätiger Inhalte leiden und Unternehmen eine klare Position einnehmen müssen.

In der Erklärung des Unternehmens wird der Cambridge Analytica-Skandal von Facebook als Hauptgrund zur Besorgnis herausgestellt. Die Messaging-App nennt die Unfähigkeit der Plattform, die Verbreitung von Hassreden einzudämmen, den „letzten Strohhalm“.

Viber schließt sich einer Gruppe von Unternehmen an, die Facebook boykottieren

Eine Gruppe von Unternehmen, darunter Facebook, hat sich der Kampagne #StopHateForProfit angeschlossenEine Gruppe von Unternehmen, darunter Facebook, hat sich der Kampagne #StopHateForProfit angeschlossen

Eine Gruppe von Unternehmen hat sich zusammengeschlossen, um Facebook zu boykottieren und sich der anzuschließen #StopHateForProfit Kampagne. Der Boykott ist nicht wirklich ein totales Geschäft wie bei Viber, sondern lediglich eine Einstellung der Werbung bis Juli.

Unternehmen wie Ben und Jerry’s, North Face, Patagonia, Werbeagenturen wie Goodby Silverstein mit BMW, HP, PayPal, Pepsi, Doritos und Adobe als Kunden sind nur einige Namen, die sich der Bewegung anschließen.

Am Mittwoch hat Viber auch alle Werbung von Instagram abgerufen, einer App zum Teilen von Fotos, die Facebook gehört. Jetzt hat das Unternehmen einen arbeitsintensiveren Prozess gestartet, bei dem die gesamte Facebook-Technologie aus den eigenen Apps von Viber entfernt wird.

Facebook treffen, wo seine Brieftasche ist

Das #StopHateForProfit Die Kampagne trifft Facebook dort, wo sich seine Brieftasche befindet, und das Unternehmen nimmt dies bereits zur Kenntnis.

Es wurde berichtet, dass Facebook-Chef Mark Zuckerberg diese Woche versucht hat, dieses Problem persönlich anzusprechen, und sich mit einer ausgewählten Gruppe treffen wird, darunter Anheuser-Busch InBev, das Dentsu Aegis-Netzwerk, Nestle, Omnicom Media Group und Unilever.

Zuckerberg sagte den Teilnehmern, dass Facebook seine Richtlinien nicht zur Maximierung der Geschäftsinteressen festlegt, sondern sich den Grundsätzen der Meinungsfreiheit und Neutralität verpflichtet fühlt.

Fazit: Hassreden auf der Plattform stoppen

Viber, im Besitz des japanischen multinationalen Unternehmens Rakuten, sagt, dass ihre Entscheidung dazu dient, die Anti-Defamation League und die # StopHateForProfit-Bewegung der NAACP hoffentlich zu „verbessern“.

Die Bewegung fordert die Werbetreibenden von Facebook auf, die Werbeausgaben für den Monat Juli angesichts der rasch zunehmenden Hassreden auf der Social-Media-Plattform einzustellen.

Facebook hat noch keine Antwort zum Boykottproblem der Werbetreibenden veröffentlicht.